Helden der Arbeit (aus der Reihe: Neurosen der Neuzeit)

– sorry, folks: German only this time –

*** Kontext ****

Der Tod eines Praktikanten ging die letzten Tage durch die Presse. Vermutet wird eine Überarbeitung.
Dies liess einige Flashbacks vergangener 13 Start-Up-Jahre in mir aufsteigen. Doch letztendlich wurde dieser Blog-Artikel erst ausgelöst durch mein Entsetzen über einen Beitrag eines Bekannten dazu auf Facebook, der sich in weiterhin euphorisch-verherrlichender Weise über das Mindset äußerte, welches besagten Praktikanten evtl. umgebracht hat.

s. z.B. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/banken-in-london-arbeitete-sich-deutscher-praktikant-zu-tode-a-917788.html

(die Frage, ob die Überarbeitung hier nun primäre oder sekundäre Todesursache war, ist für mich übrigens zweitrangig. Ich nehme diesen Fall und die Reaktionen darauf nur als Anlass. Ich kenne leider Zig weiterer Fälle von körperlicher Krankheit, Burn-Out, Depression, Drogenmißbrauch, seelischer Degeneration, zerstörter Familien und Vereinsamung, die ich genauso gut zum Anlass nehmen könnte.)

*** ****** ****

Es wird Zeit, explizit Stellung zum Thema Extremarbeit zu nehmen.
Anlass: Der Tod eines Praktikanten als Folge von Überarbeitung, s.u.
Auslöser: Eine gewisse Heroisierung dieses Todes in meinem Bekanntenkreis.

Die, die mich kennen, wissen: Ich bin i.d.R. passioniert in meiner Arbeit. Ich identifiziere mich mit vielen meiner Projekte sehr stark. Ich habe eine Abneigung gegen Mittelmäßigkeit und bin kein Freund von Menschen, die sich nicht weiterentwickeln wollen. Ich freue mich am Erfolg und liebe es, mit anderen in einen Flow zu geraten und gemeinsam zu fighten. Daran ist m.E. auch nichts auszusetzen.

Die, die mich kennen, wissen aber auch: Ich habe zweifelsfrei die nötige Expertise mich zum Thema Überarbeitung zu äußern.
Ich bin ein Arbeitstier (im laufenden Genesungsprozess, mit gelegentlichen Rückfällen).
Ich bringe die jahrelange Erfahrung eines Workaholic mit: die durchgearbeiteten Nächte, die 40 Stunden-Nonstop-Schichten, die 90-Stunden-Wochen fast ohne Schlaf, die Wochenenden ohne Freizeit, den fast berstenden Terminkalender, das Aufwachen in einem Hotelzimmer nach zu wenig Schlaf, mit der Frage an sich selbst: wo bin ich gerade?, etc. pp. Ich kenne all das.

Und da ist nichts Heroisches dran.
Bestenfalls ist es eine Erfahrung, aus der man gestärkt hervorgeht. Schlechtestenfalls ist es traurig.

Denn der Preis, den wir dafür zahlen, ist hoch. Ich kenne nämlich auch die Seite, über die so gut wie niemand persönlich und öffentlich spricht (nur Journalisten, wenn ein Praktikant stirbt oder Burn-Out wieder Titelthema eines Wochenmagazins ist):
Ich kenne die Nacht im Krankenhaus, in das mich der Rettungswagen nach einem Zusammenbruch durch Überarbeitung brachte, in den ersten Jahren meiner Selbständigkeit. Die körperlichen Schmerzen, wenn man über einen bestimmten Punkt an Erschöpfung hinaus arbeitet; wenn man im Auto auf dem Rückweg fast einschläft. Den Burn-out und die Depressionen (noch in der Ausbildung in einem Startup!), und die zwei Jahre meines Lebens, die es brauchte um mich davon zu kurieren. Das Balancieren an der Kante zu einem weiteren Burn-out, vor ein paar Jahren. Den Alkohol und die Zigaretten, mit denen man das letzte Bisschen innerer Wahrnehmung betäubt, das einem sagen könnte: Hör auf, das hier ist Wahnsinn. Und nicht zuletzt die Leere, wenn das, für das man sich so über die Maßen aufreibt, einen seelisch nicht ausreichend nährt.

Und ich bin wahrhaftig nicht allein damit. Ich kenne viele meiner Kollegen, die eine sehr ähnliche Geschichte haben, es dürften allein mehrere Dutzend sein, von denen ich *weiß*. Einige werden nach außen als Helden der Arbeit und als wandelnde Success Stories gefeiert und bewundert, aber hinter der Fassade sieht es nicht lustig aus. Viel Heldentum ist da nicht übrig. Aber darüber wird im Allgemeinen geschwiegen.

Lieber erzählen wir uns wieder und wieder die Kriegsgeschichten unserer Generation: Wie wir 100 Stunden arbeiteten, auf unseren Schreibtischstühlen übernachteten, nach langer Zeit zum ersten Mal wieder in unseren ansonsten leeren Kühlschrank blickten und merkten, dass die Milch schon zwei Wochen abgelaufen war.
Wie wir mit dem Buroschlüssel die Haustür öffnen wollten und als Wohnadresse versehentlich die Büroanschrift angaben.
Und wir sehen die Augen irgendwelcher Praktikanten oder Entrepreneurs in Residence leuchten, während wir erzählen, als sei das etwas Gutes.

Was die noch nicht wissen (aber bald): Wir opfern unsere Gesundheit, unsere Freunde außerhalb der Arbeit, unsere Liebesbeziehungen, unser seelisches Innenleben, das auf die Tiefe einer Pfütze verdunstet, weil so wenig Zeit, Raum und Energie für seine Pflege da ist. Wir mutieren zu Business Zombies, deren einzige Themen- weil Erlebenswelt die der Arbeit ist (oder die After-Work Party), und wir denken, das sei das Leben.

Wir sind Süchtige in einer Suchtgesellschaft. Wir haben uns in diese Sucht hineingearbeitet.

Wir sind letztendlich vergleichbar mit Glücksspielern. Denn was wir tun, ist eine verdammte Wette. Unser Wetteinsatz sind unser Geist und unser Körper, unsere sozialen Beziehungen. Gewinnen wir sie, haben wir Reputation, Geld und Zeit um den entstandenen Schaden in den meisten Fällen wieder gut zu machen. Verlieren wir sie, gehen wir oft in der ein oder anderen Weise daran kaputt. Der eine verreckt mit 21 an Epilepsie in der Dusche, andere kommen vielleicht mit einer Scheidung davon. Soweit, so gut. Jeder kann diese Entscheidung für sich treffen, ob er zocken möchte oder nicht.

Doch lasst uns endlich damit aufhören unser Verhalten legitimieren zu wollen, indem wir unser Suchtverhalten glorifizieren und sozialen Druck auf andere ausüben, nur damit unsere Umwelt sich uns anpasst! Das ist das Verhalten des Trinkers, der alle zum Saufen animiert, damit er sich nicht mehr damit auseinandersetzen muss, dass *er* ein Problem hat!

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum die *Quantität* der Arbeit in solchen Extrem-Dynamiken meistens im Vordergrund steht, und weniger die Resultate? Weil man, mäße man sich resultatebezogen miteinander, seine Arbeitssucht nicht mehr rechtfertigen könnte. Wie wäre es denn, wenn die Leistung oder Qualität einer Idee, die man in 8-10 Stunden Arbeitszeit erbringt, das Maß des Vergleichs wäre und derjenige der Held, der mit Sustainable Pace das beste Ergebnis auf die Strecke bringt?
Das wäre mal ein Sieg der ganzheitlichen Intelligenz – sich überarbeiten kann dagegen jeder Idiot.

Warum ich das schreibe und auch trotz Unwohlseins meinen persönlichen unschönen Bezug zu dem Thema beschreibe? Weil mich dieser wachsende Mythos des Extremst-Arbeiters entsetzt. Weil ich überzeugt bin, dass ein pervertiertes System Menschen zu Workaholics macht und diese wiederum das System noch weiter pervertieren.
Weil ich an die kreative Intelligenz gesunder Menschen glaube, die jede 100-Stunden-Woche schlägt.
Und weil ich zu viel Bullshit gesehen habe, der von Workaholics in Nachtschichten produziert wurde.

Noch einmal: Ich bin ganz und gar nicht gegen Ehrgeiz und Leistung.
Tut das, was Ihr tut, mit Freude und Passion!
Tut es, nehmt das Messer zwischen die Zähne und freut Euch darauf zu gewinnen!
Tut es ausdauernd, von mir aus auch in Nachtschichten – solange sie die Ausnahme sind und der FLOW Euch trägt!

Aber geht nach Hause, wenn Ihr müde seid. Gebt Euch nicht dem Mindfuck des Helden der Arbeit hin – eines Pseudo-Superhelden, der von Süchtigen erfunden wurde um Euch ebenfalls zu Junkies zu machen.

Teilt dies, wenn Ihr Euch selbst oder einen Freund hierin wiedererkannt habt. Oder teilt Eure eigene Geschichte, wenn Ihr Euch traut.
Lasst uns dazu beitragen, dass die Leute die GANZE Geschichte kennen, nicht nur den Mythos!

Published new stuff

Since I’m not only a terrible blogger but also a terrible self-marketer, I tend to forget to mention the things I’ve published so far.

But today I want to introduce you at least to some of them:

To start with the most recent one, there is an article on Pomodoro Technique from my colleague at crealytics, Martin Mauch, and myself. It’s been published on Projektmagazin: http://www.projektmagazin.de/artikel/mehr-schaffen-in-kuerzerer-zeit-die-pomodoro-technik (sorry, English folks: It’s in German only).

The second is a book which has been published last October. I had the honor to contribute a chapter to Henning Wolf’s “Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban im Unternehmen durchführen”, which is focused on case studies from hands-on folks. Of course, my chapter was about Agile in startups. (And: Sorry again, German only, too)

Last but not least, I want to mention a book which is on the market for quite a while, but fortunately, it seems to become a classic: The PHP QA book aka “Real-World Solutions for Developing High-Quality PHP Frameworks and Applications” (yes, finally, in English! :-)) and “Softwarequalität in PHP-Projekten” (German Edition). Also available on Kindle.
It’s partly theoretical knowledge, partly case studies. Mine was on QA with Selenium at studiVZ, together with MAx Horvath, so maybe I mention it for sentimental reasons (good old days!).
But the book itself is an invaluable compendium for any kind of testing in the PHP world – have a look at it.

Enjoy reading!

If I had my own company…

I guess almost everyone who works for a startup has already had this thought.

I mean, I *have* my own company, but this is just a one-man-show as an Interim Manager and Consultant.

Why do we have thoughts like this? First, because it’s quite easy to stand outside and watch other people doing something. It’s easy to know better as long as you’re not involved.

And second, my guess is that 90% of the people working in startups are more or less entrepreneurs – at least with their heart.

So I continued this mind play this evening and wrote it down. Since I’m kind of a drama queen sometimes, I couldn’t leave it with a simple text. No, I had to create a Manifesto.

Here it is:

> Little Geek Manifesto

Products deserve Love!

If we put all our love, passion and energy into our product, people outside will love our product as well. We want to be energized while creating a product and we want to energize others.

Donʻt confuse Customers with Handbags

You can do whatever you want with your handbag: Smashing it on the floor, filling incredible amounts of useless stuff into it, taking anything you want out, not talking to it. Your handbag wonʻt appreciate this – but will still accompany you anywhere. Customers wonʻt! So we hear our customers. We work closely together and talk with them before we put something in or try to get something out. And, no, we wonʻt smash them on the floor. Promised.

Company == People

People who work for us are part of our company. Success is not imaginable without them. So they are part of our success. In order to make this real, we share 10% of our company with our employees. If we will get some money out of the company, they will as well.

Mind creates Environment – Environment creates Mind

We want to be playful, creative and rich of energy. So our environment reflects this attitude in every single aspect – even with restricted resources we can create a wonderful atmosphere where people love to spend time.

We follow Agile Manifesto Value #1

Indeed, we value individuals and interactions over processes and tools. People have hearts and brilliant minds. So theyʻre nicer to talk to than to a process (doesnʻt mean you are forbidden to use a tool, though :-))

No Copycats.

Yes, we did it. But we want to create and build our own stuff. Of course, we are also inspired by already existing ideas. But we donʻt wanna stupidly just copy things. We believe in creativity and evolution, so we always either start with our own ideas and then compare and evolve them influenced by others, or we find something interesting somewhere else, but then we work hard on doing it differently.

Transparency rocks!

No secrets about numbers, processes and products. We neither keep it secret from our employees, nor from the market. We love being transparent, because then we can spend our energy on creating great stuff instead of spending it with hiding information our competitors already know anyway.

Sharing is Happiness, not evil

We use open source technology every day. Our business is based on that. We are inspired by talking to other people and are inspired by other ideas. So we want to give something back to the community by sharing our ideas, experiences and products.

Life is too short to write Quick&Dirty Code

We are playful – but we take the tech business seriously. We did „quick&dirty“ too often in our past lives, and we are sick of it! We are conviced that doing things right will pay off in future. We want to support rock.solid.technology and encourage people to do that.

There is Life after IE6

Yes, we are aware of the fact that there are people outside still surfing the web with IE6. And no, we donʻt support it. We deeply believe in technologies which drive us forward and make our lives better. IE6 is not part of that, sorry. www.getfirefox.com :-)

< Amen!

I’m a terrible blogger!

As some of you may have already noticed: I’m a shame to the blogger community. Last blog post from July… well…

Just to keep you informed what has happened since then: I was in Tokyo, Japan, as an Interim CTO for Piku, the Japanese sister company of DailyDeal. This was a very interesting experience I’m very thankful for, for several reasons: It’s great to be in a culture so different from your own and to get the chance not only to be there for holidays, but also for living and work for 2.5 months! Another fabulous thing was to be part of two companies with an identical business model but different people and a different company culture. It’s a fantastic opportunity to look around, to compare what you see with your past experiences, and so to get some “lessons learned” insights very quickly. I also loved to share them (and I’d love to go more into detail for you, but I think even my generously open clients wouldn’t be very happy about it) .

Anyway, when I came home, the next challenge was already awaiting me:

As an Interim CTO for Rebate Networks, which is the company behind Piku, DailyDeal and about 25 other countries all over the world, my days are currently stuffed with tons of fun and interesting work to do. As you can imagine, this job is pretty international. And everybody who knows me a little bit will guess that our processes are set up “the Agile way”. Besides that, there are so many technological challenges to solve that you probably won’t get bored for quite a long time :-).

Apropos “you” and “technological challenges”: If you are a real kick-ass developer and you are looking for an amazingly exciting job with lots of passion, fun and professionalism: Yes, we hire! :-)))

See you at the Backfabrik (which will be our new home in a couple of days),

Christiane

Almost done… :-)

Well, my work at DailyDeal is almost done. Processes are established, Scrum is working quite well there, teams have changed for the very better, website performance has improved for more than 7.000%. Still a lot of things left to do, but I think these things should be done by someone else, someone who has been working very, very hard since he joined DailyDeal: At the moment, I am handing over everything we’ve established over the last seven months to my former substitute and designated CTO, Martin Rothenberger. Martin, looking back what we’ve achieved together makes me very proud. My best wishes for the future, good luck – and rock on! :-)

Thanks to everyone at DailyDeal who has contributed to this success – thanks especially to the fabulous people in my IT/dev-Teams, it was a pleasure to work with you and to see your agile enthusiasm, your curiosity and your commitment!

Though I’ll stay as a consultant at DailyDeal, this won’t occupy 100% of my time. So I am open for interesting offers as Interim Manager, Firefighter and StartUp Consultant – If you are interested in my services, don’t hesitate to ask for my CV or for references.

AgileCoachCamp Germany 2010 #accde10 – a reflection

Even though I have tons of work to do these days, I was very looking forward to being at JAX2010, and, before that, attending AgileCoachCamp Germany (ACCDE10), which had been organized by me and a dozen of great agile enthusiasts.

AgileCoachCamp is a series of open space unconferences, which are organized all over the world. You can find them in the US, in India, and next July there will be one in UK, as Rachel Davies announced at ACCDE10. This was the first which happened in Germany, by the way.

Being involved in the organization of the camp makes it harder to me to write something about it. Because it’s difficult to be objective. But: Do I *have* to be objective? No, this is just one of my favourite mindf…. concepts.

Ok, so here is my short, personal, un-objective reflection:

– I liked to be there over the weekend, because it freed my mind from day-to-day stuff and made it possible to step back and reflect on how I do my work and what/how I can improve.

– I met many people I like very much – and I was so happy to see them again. Some of them give me inspiration, some make me think about my personal perspective, from some of them I’ve learned new techniques, some of them make me just laugh (which is IMO not less valuable)

– I got in touch with many new people, and it was a pleasure to meet them!

– I had some very interesting sessions, e.g. the illustration & visualisation session with Christine Neidhardt and Joseph Pelrine, the session on retrospectives, which was moderated by Rachel Davies, where I got some inspiration for my own session on retrospectives at JAX Agile Day. “Out of the comfort zone” was another very interesting topic, brought up by John McFadyen, with a lively discussion about what the comfort zone and what the safety zone is (and whether there may be a “safe zone”, which is different from the safety zone). Joseph Pelrine’s session on self-organization (of course, from a western perspective) made me thinking about the Sanskrit term “Purusha”, which means -among others- the spirit of a group as an autonomous being. I’ll check this and maybe I’ll write something about the parallels of western group dynamics theories (as far as I understand them) and the spiritual Hindu perspective. Deborah Hartmann-Preuss gave a very insightful session on how their work as coach has changed the last years. Again, Christine Neidhardt gave us the opportunity to find out something about our character in HBDI scheme (that was much fun, but also a bit scary, because I found out that my character/mindset obviously has changed nearly 180 degrees during the last 10 years). Martin Heider initiated a session called “Sharpen the saw – how to improve as agile coach”, which is the topic I’m interested in the most. Did I forget any interesting sessions? Yes, probably. There were so many things to join!

– Christine’s Tai Chi Session reminded me being more in the body, not just in my head. Why the h… do I forget this simple but powerful truth again and again and again??

– I found out that beer-driven development and single-malt-driven development belong to the same family of techniques, but differ in details (by the way: Praise Joseph for inventing story pints instead of story points :)).

– I had interesting discussions on agile architecture and special roles in agile environments which helped me to analyze our own process and working environment.

– Even though I 100% enjoyed the camp, my imagination of a quite different unconference grew further by seeing my vague idea of what it might be, confronted with the reality. I still can’t express how it should look like, but after ACCDE10 I’m one step closer to a concrete idea (different story, separate blog entry).

– Open Space: Just to say it in three words: I *love* it! :-)

It influenced my own interactive session at JAX2010 very strongly, because I already knew in advance that I didn’t want to do a session which is well-prepared and has a fix agenda. But just after the camp I was able to let things flow very spontaneously – and visitors’ feedback to this format was very good. Again, a different story.

– Finally: Thanks a lot to Pierluigi Pugliese, who really challenged me with questions right after the end of the camp. We didn’t plan to do so, but it came spontaneously and was so valuable for me to get a clear perspective on some things.

To come to an end: Thanks to all who joined the camp, shared their ideas and gave their energy into it!

PS: If I’d live in the ideal world and I had one free wish, I’d appreciate if participants wouldn’t leave before the closing session. I know, sometimes you have to do so because of train/ flight timetables. But if you have the choice – then choose staying there a bit longer, as an expression of respect towards the facilitator & organizers. Thanks :-)

Session on Retrospectives at JAX conference 2010

Well, so much to do at the moment, that there’s not much time for blogging. :-/

But I’m looking forward to first AgileCoachCamp Germany 2010 (see article below) an to my interactive session on retrospectives at JAX conference, May 3rd. What makes me really happy is the word *interactive*, because I think this the way to do sessions and even talks on agile topics.

So I hope to see you there!

http://it-republik.de/konferenzen/jax2010/session/?tid=1548